Wo liegt die ServerSettings.ini?
Auf einem selbst betriebenen Server steht sie im Serververzeichnis unter SCUM\Saved\Config\WindowsServer\ServerSettings.ini. Bei einem gemieteten Server — GPortal, Nitrado, PingPerfect und die übrigen Hoster arbeiten alle gleich — kommst du über das Webinterface an dieselbe Datei, meist unter „Konfigurationsdateien“ oder „Einstellungen“.
Der Weg ist in beiden Fällen derselbe: Datei herunterladen, hier oben in die Prüfung ziehen, geänderte Fassung wieder einspielen. Den Server dabei vorher beenden — ein laufender SCUM-Server schreibt seine Einstellungen beim Herunterfahren zurück und überschreibt deine Datei sonst erneut. Was daneben noch im Config-Ordner liegt, erklärt der Einsteiger-Guide zu den SCUM-Serverdateien.
Im Einzelspieler gibt es dieselbe Datei, nur an anderer Stelle: unter %LocalAppData%\SCUM\Saved\Config\WindowsNoEditor\ statt WindowsServer. Der Konfigurator baut sie dir genauso — wie du sie dort einsetzt, steht unter SCUM Einzelspieler-Einstellungen ändern.
Welche Server-Einstellungen sind die besten?
Die eine beste Konfiguration gibt es nicht, sie hängt daran, was dein Server sein soll. Der Konfigurator gibt dir vier Ausgangspunkte: die Vorgabewerte genau so, wie SCUM den Server ausliefert, ein entspanntes PvE mit mehr Zeit und weniger Strafe, ein klassisches PvP nah an der Vorgabe und eine Hardcore-Fassung, in der jeder Fehler etwas kostet. Von dort aus änderst du einzeln, was dir nicht passt.
Jeder Eintrag der Datei hat bei uns eine eigene Seite mit Erklärung, sinnvollem Wertebereich und den Folgen, wenn du ihn zu hoch drehst. Wer erst einmal verstehen will, was die Datei überhaupt macht, fängt bei den SCUM Server-Einstellungen erklärt an.
Mehr Loot und mehr Zombies einstellen
Das sind die beiden häufigsten Wünsche, und beide hängen an wenigen Werten. Für die Loot-Menge sind SpawnerProbabilityMultiplier und SpawnerExpirationTimeMultiplier zuständig — der eine dafür, wie viel überhaupt erscheint, der andere dafür, wie lange es liegen bleibt.
Bei den Puppets zählt vor allem MaxAllowedPuppets, dazu PuppetHealthMultiplier für die Zähigkeit. Beide Schrauben kosten Serverleistung, wenn du sie weit aufdrehst; warum das so ist, steht im Artikel dazu, warum ein SCUM-Server ruckelt.
Kann ich meine vorhandene Konfiguration prüfen lassen?
Ja, dafür ist der zweite Weg oben da. Zieh deine ServerSettings.ini oder gleich den ganzen Config-Ordner hierher, und du bekommst unsinnige Werte, Widersprüche zwischen Einstellungen und veraltete Zeilen aufgelistet. Die interessanten Fehler sind die, die sich erst aus dem Zusammenspiel mehrerer Dateien ergeben — etwa Raidzeiten in der RaidTimes.json, die nie greifen, weil in der ServerSettings.ini eine andere Schutzart steht.
Nach einem SCUM-Update lohnt die Prüfung besonders: Das Spiel ergänzt fehlende Schlüssel beim Start von allein, räumt entfernte aber nie weg. Eine lange gepflegte Konfigdatei wird dadurch immer länger und nie kürzer. Welche Zeile mit welcher Fassung verschwunden ist, sagt dir die Prüfung mit.
Was steckt im fertigen Paket?
Du bekommst wahlweise nur die ServerSettings.ini als Download oder das Komplettpaket als ZIP. Darin liegen alle Konfigdateien im richtigen Aufbau — ServerSettings.ini, RaidTimes.json, EconomyOverride.json und Notifications.json — dazu eine Kurzanleitung zum Einspielen.
Die fertige Datei enthält immer alle Einträge, auch die, die du nicht angefasst hast. Das ist Absicht: Eine vollständige Datei ist leichter zu vergleichen, wenn beim nächsten Update etwas dazukommt.