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SCUM Einzelspieler-Einstellungen ändern

Dein Einzelspieler-Spiel läuft auf einem Server — deinem eigenen. Deshalb stellst du es mit derselben Datei ein wie jeder Serverbetreiber. Wo sie liegt, was wirkt und was nicht.

Der Einzelspieler benutzt dieselbe Datei wie ein Server

Hier bleiben die meisten hängen, und es ist die gute Nachricht: Ein Einzelspieler-Spiel in SCUM läuft auf einem Server. Der läuft nur auf deinem eigenen Rechner und lässt niemanden sonst herein. Dieselben Spieldateien, dieselbe Technik, dieselben Einstellungen.

Deshalb gibt es für den Einzelspieler auch keine eigene, kleinere Liste von Werten. Es ist die vollständige ServerSettings.ini mit allem, was ein gemieteter Server auch hat: Loot, Puppen, Tiere, Zeit, Wirtschaft, Basisbau. Alles, was in diesem Nachschlagewerk zu einer Einstellung steht, gilt für dein Einzelspieler-Spiel genauso.

Neben der ServerSettings.ini liegen dort auch RaidTimes.json, EconomyOverride.json und Notifications.json — dasselbe Set wie beim Server. Was diese Dateien tun, steht bei den Konfigdateien.

Wo die Dateien liegen

Der Ort ist der einzige echte Unterschied. Ein Server legt seine Einstellungen unter WindowsServer ab, dein Einzelspieler unter WindowsNoEditor:

%LocalAppData%\SCUM\Saved\Config\WindowsNoEditor\

Am schnellsten kommst du über die Adresszeile des Explorers dorthin: %LocalAppData%\SCUM\Saved\Config eintippen, Eingabe drücken. Der Ordner WindowsNoEditor entsteht, sobald du einmal ein Einzelspieler-Spiel gestartet hast. Vorher ist er nicht da, und das ist kein Fehler.

SCUM muss beim Bearbeiten geschlossen sein. Das Spiel liest die Datei beim Start und schreibt sie beim Beenden zurück. Änderst du sie, während SCUM läuft, sind deine Zeilen beim nächsten Beenden wieder weg. Erst schließen, dann ändern, dann starten.

Eine Kopie der Datei vorher zur Seite zu legen kostet nichts und erspart im Zweifel den ganzen Ärger.

Mehr Loot im Einzelspieler

Der häufigste Wunsch, und er hängt an zwei Werten. SpawnerProbabilityMultiplier entscheidet, wie viel überhaupt erscheint. SpawnerExpirationTimeMultiplier entscheidet, wie lange es liegen bleibt, bevor es verschwindet und der Platz neu bestückt wird.

Damit ist auch die Frage beantwortet, ob Loot im Einzelspieler nachwächst: Ja, das tut er, nach genau denselben Regeln wie auf jedem Server. Ein Haus, das du ausgeräumt hast, füllt sich wieder, wenn die Verfallszeit abgelaufen ist und du weit genug weg warst. Wer ungeduldig ist, dreht die Verfallszeit herunter statt die Menge hoch — das fühlt sich im Spiel meist besser an als Häuser, in denen sich die Konserven stapeln.

Sei sparsam mit großen Zahlen. Loot ist in SCUM der stärkste Hebel auf die Spielbalance; verdreifachte Mengen nehmen dem Spiel innerhalb weniger Stunden die Spannung.

Weniger Puppen — oder deutlich mehr

Wie viele Puppen gleichzeitig unterwegs sind, steht in MaxAllowedPuppets. Für ein ruhiges Aufbauspiel setzt du den Wert herunter, für eine Belagerung hoch. Wie viel sie aushalten, regelt PuppetHealthMultiplier.

Hier gilt im Einzelspieler eine Einschränkung, die auf einem gemieteten Server nicht auffällt: Dein Rechner berechnet Spiel und Server gleichzeitig. Jede Puppe, jedes Tier und jeder NPC kostet Rechenzeit, die dann bei der Bildrate fehlt. Wer die Grenzen weit hochzieht und sich über Ruckeln wundert, findet die Erklärung unter warum ein SCUM-Server ruckelt — sie gilt hier genauso, nur trifft es dieselbe Maschine doppelt.

Dasselbe gilt für bewaffnete NPCs und die Dichte der Tierwelt.

Was über die Datei nicht geht

Gegenstände herbeizaubern, dich teleportieren, die Uhrzeit sofort umstellen: Das steht nicht in den Einstellungen, sondern läuft über die Admin-Befehle im Spiel. Im Einzelspieler hast du die ohne Umwege, weil dir der Server gehört. Der Unterschied ist grundsätzlich — die Datei legt die Regeln der Welt fest, bevor sie startet, die Befehle greifen während des Spiels in sie ein.

Umgekehrt laufen einige Einstellungen im Einzelspieler naturgemäß ins Leere. Alles, was Mitspieler voraussetzt — Squad-Größen, Chatkanäle, Wiedereinstieg beim Squad, Raidzeiten gegen fremde Basen — steht weiter in deiner Datei und tut schlicht nichts. Das ist kein Fehler und kein Grund, die Zeilen zu löschen.

Die Uhrzeit und wie schnell sie vergeht

Zwei Werte, die im Einzelspieler mehr ausmachen als auf einem Server mit vielen Leuten: TimeOfDaySpeed bestimmt, wie schnell ein Tag vergeht, StartTimeOfDay die Uhrzeit beim Start.

Der Grund ist einfach: Auf einem vollen Server spielt immer jemand, die Nacht gehört also dazu. Allein sitzt du sie aus. Wer die Nächte kürzen will, ohne sie ganz abzuschaffen, ändert die Tageslänge — das wirkt natürlicher, als den Sonnenstand festzunageln.

Die Datei erzeugen oder prüfen lassen

Du musst die Zeilen nicht von Hand suchen. Der Server-Konfigurator baut dir eine vollständige ServerSettings.ini aus vier Vorlagen, mit Erklärung an jedem Wert. Kopier sie anschließend in den WindowsNoEditor-Ordner, und dein nächstes Einzelspieler-Spiel startet damit.

Umgekehrt geht es auch: Zieh deine vorhandene Datei in die Prüfung, und du bekommst unsinnige Werte, Widersprüche und veraltete Zeilen aufgelistet. Letztere sind in einem lange gespielten Einzelspieler-Stand fast sicher vorhanden, denn SCUM ergänzt bei jedem Update neue Schlüssel, räumt abgeschaffte aber nie weg. Die Datei wird dadurch immer länger und nie kürzer.

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